Dexter, der Parson Russel Terrier im jagdlichen Einsatz

Mein Ursprung, meine Geschichte

Im Jahre 1819 erwarb der jagdbegeisterte Theologiestudent John (Jack) Russell in Oxford die Hündin "Trump", einen vorwiegend weissen Terrier mit einem braunen Fleck über Augen und Ohr sowie auf der Schwanzwurzel. Sie besass vorzügliche Jagdeigenschaften und verkörperte den Typ, den John Russell mit seiner Zucht anstrebte. So wurde sie zur Stammmutter der mit dem Namen Jack Russell Terrier bezeichneten Rasse. Weil John Russell Pfarrer war, wurden diese Hunde, die erst im Jahre 1990 vom englischen Kennelclub als Rasse anerkannt wurden, mit dem geistlichen Präfix  "Parson" geadelt.
Mit der Anerkennung der Rasse durch den internationalen Kynologenverband (FCI) im Jahre 1991, wurde dann auch der Standard unter der Nr. 339 verbrieft, zuerst unter dem Namen Parson Jack Russell Terrier, ab 1999 als Parson Russell Terrier. Während anfänglich auch die kleinen Hunde mit einer Körpergrösse von mindestens 26 cm akzeptiert wurden, beschreibt der heutige Standard einen hochläufigen, Terrier mit einem Idealmass von 33 cm für Hündinnen und 36 cm für Rüden.
Aus dem ursprünglichen Typ hat sich im Laufe der Zeit eine weitere Varietät entwickelt: der niederläufige Jack Russell Terrier, welcher noch ohne offizielle Anerkennung bereits zu Beginn der 1970er Jahre zuerst in Australien, später in Holland und weiteren Ländern gezüchtet wurde. Ende 2000 hat die FCI dann die kurzbeinige Variante mit Standard Nr. 345 mit einer Körpergrösse von 25-30 cm als eigenständige Rasse anerkannt.
Der Ursprung beider Rassen ist der gleiche und beide Standards beschreiben einen freundlichen, unerschrockenen, lebhaften, für die Arbeit unter der Erde geeigneten Arbeitsterrier. Für letzteres darf der Brustkorb nicht zu gross sein und sollte mit zwei durchschnittlichen Händen umfasst werden können. Beide Rassen gibt es sowohl glatt- als auch rauhaarig sowie in allen Abstufungen dazwischen (broken). Anerkannt sind die Farbvarianten weiss-rotbraun, weiss-schwarz und tricolor. Sowohl Parson- als auch Jack Russell Terrier sollen gerade Beine, V-förmige, dicht am Kopf getragenen Ohren sowie eine kräftige, gerade, in der Bewegung aufrecht getragene Rute haben.
Anmerkung: Ausserhalb der FCI wird die hochläufige Varietät von mehreren Vereinen immer noch unter dem Namen Jack Russell Terrier und nach dem ursprünglichen Originalstandard des Jack Russell Terrier Club of Great Britain gezüchtet und an Ausstellungen in zwei Kategorien gerichtet: 9 bis 12 inch (23 bis 30 cm) und 12 bis 15 inch (30 bis 37 cm). Der englische Kennel Club anerkennt bis heute den niederläufigen Jack Russell Terrier nicht.

 

 

FCI-Standard Nr. 339 vom 17. Juni 2011
FCI_Standard_339_PRT_de.pdf
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Habe einiges um die Ohren

  • Bin auf der Schwarzwildjagd
  • Habe kaum mehr Zeit für etwas anderes als die Jagd